Am 11.09.2026 waren die Halleiner Rudi, Lukas und Nils bei einem ganz besonderen Schachturnier dabei: Am Walserberg wurde Bullet gespielt, genauer gesagt Partien mit einer Bedenkzeit von nur einer Minute und zwei Sekunden Zeitzugabe pro Zug. Lukas und Nils waren zum ersten Mal bei einem Bullet-Turnier am Brett dabei. Bei einer so kurzen Zeit konnten insgesamt 17 Partien, d. h. jeder gegen jeden, gespielt werden. Das Teilnehmerfeld war sehr stark. Unter den vier Titelträgern waren sogar zwei Internationale Meister dabei. IM Harald Schneider-Zinner spielte nicht nur mit, sondern übernahm auch das Amt als Schiedsrichter und kümmerte sich um die Auslosung.
Im Gegensatz zum Online-Bullet (meist 1 Min. ohne Zeitzugabe) ging es hier nicht – oder zumindest nicht nur – darum, den Gegner über die Zeit zu ziehen. Wenn beide sehr schnell ziehen, gewinnt meist schon der, der die besseren Züge macht – so soll es ja auch sein. Nervenstärke ist beim Bullet ebenfalls relevant. So kommt es des Öfteren vor, dass man in einer klar besseren Stellung aufgrund von Zeitnot und fehlender Gelassenheit anfängt, gravierende Fehler zu machen. Im Übrigen durfte man keinen einzigen ungültigen Zug machen. Dies würde sofort mit dem Partieverlust bestraft werden. Dazu kam es hier tatsächlich auch vergleichsweise oft, was wiederum bei längerem Bedenkzeiten auf diesem Niveau eine Rarität ist.
Das Turnier gewannen FM Florian und CM Maximilian Mostbauer überzeugend. Nils konnte sehr knapp und mit etwas Glück den dritten Platz ergattern. Lukas kann einige starke Siege vorweisen: Er setzte sich gegen Rudi sowie gegen IM Harald Casagrande durch. Rudi hatte dafür bei der Verlosung im Anschluss an die Siegerehrung Glück. Der gewonnene digitale ChessBase-Trainer wird sicher im Jugendtraining erfolgreich eingesetzt werden.
Die Atmosphäre war sehr angenehm. Neben den Spielen wurde viel gelacht und geplaudert. Es war bestimmt nicht das letzte Bullet-Turnier der Halleiner.




