Am Samstag hatten wir zum Start ins Jahr 2026 das Heimspiel gegen ASK Newcomer zu bestreiten. Unsere Schachfreund vom ASK traten mit einer sehr starken Mannschaft an, und hatten sogar mit Lukas Prüll einen „ Non-playing „ Captain. Da wir auch fast in Bestbesetzung angetreten sind, machten wir uns doch Hoffnung auf zumindest einen Mannschaftspunkt, aber es sollte dann doch nicht sein.
Brett 1: Nils Hake ( 2095 ) – Matthias Burschowsky ( 2176 ) 0 :1
Auf dem Spitzenbrett kam es zu einem von Taktik geprägtem Schlagabtausch, in dem Nils sich einen Mehrbauern sichern konnte. Aber Matthias spielte seine Partie wie immer mit zunehmenden Druck auf dem Damenflügel. Nils kam mit den schwarzen Steinen immer mehr in Bedrängnis, und musste sich einer Abwehrschlacht stellen. Trotz aller Gegenwehr war der Druck dann doch zu groß. Der Mehrbauer ging verloren, und nach einem nicht mehr Turmverlust der nicht mehr zu verhindern war, musste unser Spitzenspieler seinem Gegner zum vollen Punkt gratulieren.
Brett 2: Husejin Halilovic ( 1910 ) – Alexander Gschwandtl ( 1997 ) 0 : 1
Husejin spielte eine Partie die völlig auf Angriff ausgerichtet war. Er opferte in der Eröffnung zwei Bauern für einen Angriff auf den gegnerischen König. In der sehr unübersichtlichen Stellung übersah er ein taktisches Manöver, die auf einer Fesselung basierte, und der Angriff war gescheitert. Husejin spielte noch weiter, und wollte sich nicht so geschlagen geben, und gewann noch einen Bauern zurück. Letztlich war der verbleibende Mehrbauer aber entscheidend, und auch der Punkte auf Brett 2 ging an den ASK.
Brett 3: Gerald Junger ( 1967 ) – Bernhard Besner ( 2132 ) 0 : 1
Gerald merkte man die fehlende Spielpraxis an, und auch sein sehr schnelles Spiel war gegen einen so erfahrenen Spieler wie Bernhard nicht gerade förderlich. Bernhard konnte sich relativ rasch Mehrmaterial erspielen, und spielte den Punkt in der von ihm bekannte Sicherheit nach Hause.
Brett 4: Martin Buchner ( 2013 ) – Michael Hermann ( 2031 ) 1 : 0
Martin, der zum 6. Mal ! die weißen Steine, und spielte einmal mehr auf totale Offensive. Michael wurde, zumindest optisch überrollt, aber er verteidigte sich in beeindruckender Art, und konnte lange Zeit alle Drohungen abwehren. Im Endspiel hatte Martin zwei Mehrbauern, musste aber auf taktische Drohungen aufpassen, die nicht immer leicht zu sehen waren. Er gab einen Bauern zurück, und konnte dann sicher verwerten. Somit hatten wir zumindest den Brettpunkt sicher. Wieder eine tolle Partie von Martin.
Brett 5: Mario Hauthaler ( 1891 ) – Magdalena Mörwald ( 1979 ) 1 :0
Mario spielte gegen die stärkste Dame im Land Salzburg, und hatte wie immer eine von
Taktik geprägte Partie am Brett. Beide gingen voll auf die gegnerische Königsstellung los, was logischerweise notwendig ist, wenn gegensätzlich rochiert wird.
Im Mittelspiel fand Mario den schwachen Punkt von Magdalena auf g2, und konzentrierte alle Kräfte um den Druck zu erhöhen. Es kam dann doch noch soweit, dass Magdalena die Dame gegen zwei Leichtfiguren geben musste, und das ist gegen Mario nicht mehr zu halten.
In souveräner Manier sicherte sich Mario den Sieg, und wir hatten zumindest den zweiten Brettpunkt für Hallein.
Brett 6: Rudolf Berti ( 1779 ) – Ahmad Hammami ( 1894 ) 0:1
In meiner Partie kam es schon sehr früh zum Abtausch der beiden Damen, und ich bot ein Remis, das Ahmad aber ablehnte. Ich kam dann immer besser in die Partie, und hatte zumindest optisch eine klar bessere Stellung, Auch die Analyse zeigt Vorteile für mich allerdings nicht zwingend den Partiegewinn. Aufgrund der aktuellen Situation bei den anderen Partien wollte ich meine Partie gewinnen um vielleicht doch noch einen Mannschaftspunkt zu retten.
Leider überzog ich dann, und übersah einen sehr schönen Zwischenzug, der die Partie sofort zu Gunsten von Ahamd entschied.
Keine gute Leistung von mir, aber Gratulation an meinen Gegner.
Gesamtergebnis:
Hallein 2 Punkte – ASK Newcomer 4 Punkte
Nach der hohen Niederlage gegen Mozart, war das die Zweite Punktelose Runde für uns in Folge. Damit sind wir aktuell auf dem sechsten Tabellenrang abgerutscht.
Mit den besten Grüßen

Rudolf Berti, MAS
Obmann 1.Halleiner Schachklub





