Bericht Landesliga B 7.Runde am 24.01.2026B

In dieser Runde waren unsere Pinzgauer Schachfreunde aus Uttendorf zu Gast in Hallein.

Die Uttendorfer traten fast in der besten Besetzung an, und wir mussten auf einen Stammspieler Felix Kipman verzichten. Aufgrund der Tabellensituation, wir waren auf dem letzten Platz, musste zumindest ein Mannschaftspunkt her, damit wir den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können. Uns war klar, dass das ein große Aufgabe ist, aber wir sind voll motiviert in die Begegnung gestartet.

Brett 1: Mathias Leitner ( 1931 ) – Elias Feigelstorfer ( 1721 )    1 : 0 

Das war die kürzeste Partie des Tages, denn die beiden spielten den „ Londoner „ genau nach Theorie, nur mit dem Unterschied, dass Mathias diese etwas besser kennt. Nach einem Bauergewinn stand er schon klar besser, und Elias unterlief dann noch ein Fehler. Nach einem Turmtausch, übersah er eine Springergabe, mit Figurenverlust. Er gab dann die Partie sofort auf.

Brett 2: Ege Ertugrul ( 1690 ) – Ortrun Göschl ( 1902 )   ½ : ½

Ege spielte hochkonzentriert und kam sehr gut aus der Eröffnung. Ortrun kam im Verlauf der Partie immer mehr in die Defensive, lehnte aber trotzdem ein frühes Remis Angebot von Ege ab. Der Druck von Ege wurde immer stärker, und nach dem Tausch einiger Leichtfiguren stand er dann schon deutlich besser. Ortrun hat dann ihrerseits eine Punkteteilung vorgeschlagen, die Ege in Hinblick auf das Mannschaftsergebnis annahm. Diese Entscheidung war goldrichtig wie sich dann herausstellte.

Brett 3: Rudolf Berti ( 1779 ) –Peter Mooslechner ( 1952)   ½ : ½

Nach vielen Jahren hatte ich wieder Peter, denn ich aus meiner Zeit im Pinzgau sehr gut kenne als Gegner. Aufgrund meiner negativen Statistik gegen Peter, war ich nicht allzu optimistisch in die Partie gegangen. Ein Remisangebot meinerseits, wurde abgelehnt, da wir schon einen Punkt vorne lagen, durch den schnellen Sieg von Mathias.

Es entwickelte sich dann eine sehr taktische Partie, und ich musste sehr aufpassen, denn immer wieder ergaben sich versteckte Drohungen. Mir gelang das recht gut, und ich konnte einen zwingenden Tausch der gegnerischen Dame gegen meine beiden Türme erreichen. Dann sahen wir beide keinen Gewinnweg mehr, und wir teilten uns freundschaftlich den Punkt. Die Analyse mit dem Computer bestätigte unsere Entscheidung.

Brett 4: Lukas Putz ( 1630 ) – Martin Eder ( 1852 )     1:0

Lukas agiert derzeit in absoluter Hochform, und strotzt zudem vor Selbstvertrauen. Ein Remis Angebot von Martin lehnte er ab, und spielte die Partie auf Sieg weiter. Er profitiert in weiterer Folge von einem schweren Fehler von Martin, und gewann eine Figur gegen zwei Bauern. Leider verlor er dann noch einen Bauer und die Partie schien ebenfalls in einer Punkteteilung zu enden. Lukas spielte das Endspiel extrem genau und konnte sich einen Bauern nach dem anderen zurückholen.

Auch die Nervenstärke von Lukas ist beachtlich, denn er spielte die letzte Partie des Tages, und wir brauchten seinen Sieg für ein Mannschaftsremis. Lukas erfüllte das mit Bravour, und stellte den so wichtigen Mannschaftspunkt sicher.

Brett 5: Gerhard Rosenlechner ( 1671 ) – Walter Scharler ( 1637 )  0:1

Gerhard spielte etwas zu passiv, und die gesamte Stellung wurde regelrecht „ zugemauert „. Ein Durchkommen schien für beide nicht möglich, und es sah ebenfalls nach einer Punkteteilung aus. Gerhard aber, wollte unbedingt gewinnen, und verlor dann einen Bauer aufgrund einer etwas ungestümen Spielweise. Trotzdem war ein Remis in Reichweite, wenn die Fortsetzung genau gespielt wird. Leider hat sich Gerhard dann im Endspiel verrechnet, und hat seinen Läufer gegen einen Bauern geopfert, um einen Freibauern zu bekommen. Das ist sich aber nicht ausgegangen, und Walter hat sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen lassen, und verwertete sicher.

Brett 6: Eliana Spadi ( 1321 )  – Alois Grundner ( 1891 ) 1 :0

Eliana konnte mit dem Uttendorfer Routinier lange sehr gut mithalten, und hatte nach der Eröffnung auch die bessere Stellung auf dem Brett. Leider spielte sie viel zu schnell, was man gegen Alois besser nicht machen sollte. Er nützte einige nicht optimale Züge eiskalt aus, und gewann entscheidenden Materialvorteil. Die Verwertung war dann nur mehr eine Frage der Technik. Schade für Eliana, die sich da mehr verdient hätte, aber sie wird sich auch in diesem Punkt sicher noch weiterentwickeln.

Gesamtergebnis: Hallein 3 Punkte – Uttendorf 3 Punkte

Dieser Mannschaftspunkt kann noch sehr wichtig werden, denn wir haben zumindest im Moment die „rote Laterne „ abgegeben, und sind zuversichtlich dass das auch so bleibt. Zwei Runden sind ja noch zu spielen, und wir haben einen Punkt Vorsprung.

Mit den besten Grüßen

                Rudolf Berti, MAS

        Obmann 1.Halleiner Schachklub

Beitrag aus Uttendorf

7. Runde am 24.01.2026 um 15:00
Br.7Union Hallein 2Elo10Team Gassner UttendorfElo3 : 3
1/1 Leitner, Mathias (s)1917 Feigelstorfer, Elias (w)17491 – 0
1/2 Ertugrul, Ege (w)1720WMKGöschl, Ortrun (s)1883½ – ½
1/3 Berti, Rudolf (s)1790 Mooslechner, Peter (w)1963½ – ½
1/4 Putz, Lukas (w)1493 Eder, Martin (s)18531 – 0
1/5 Rosenlechner, Gerhard (s)1662 Scharler, Walter (w)16710 – 1
1/6 Spadi, Eliana (w)1373 Grundner, Alois (s)18730 – 1

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